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Sieg über Thiem: Medwedew triumphiert bei den ATP Finals

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Die Saison der Tennisprofis endet mit einem Titel für Daniil Medwedew. Der 24 Jahre alte Russe krönt damit seinen erfolgreichen Jahresendspurt und schafft ein Novum.

Erst der Sieg beim Masters in Paris, nun der Triumph beim Saisonfinale: Der russische Tennisprofi Daniil Medwedew surft auf der Welle des Erfolgs in die Winterpause und hat seinen starken Saison-Endspurt mit dem Titel bei den prestigeträchtigen ATP Finals gekrönt. Der Weltranglistenvierte gewann das Endspiel in London mit viel Moral gegen US-Open-Champion Dominic Thiem aus Österreich 4:6, 7:6 (7:2), 6:4 und feierte den größten Erfolg seiner Karriere.

Der 24 Jahre alte Medwedew avancierte zum ersten Spieler, der bei den ATP Finals die Nummern eins bis drei der Welt bezwingen konnte. In der Vorrunde besiegte er den Weltranglistenersten Novak Djokovic, im Halbfinale schaltete er Rafael Nadal aus, ehe im Endspiel Thiem als Nummer drei der Welt gratulieren musste. Auf der ATP-Tour war dieses Kunststück zuvor überhaupt erst drei Spielern gelungen, darunter Boris Becker 1994 in Stockholm.

Medwedew beendete damit die Saison mit zehn Siegen in Folge – vor den ATP Finals hatte er im Endspiel von Paris bereits die deutsche Nummer eins Alexander Zverev bezwungen. Der Hamburger, der den Saisonabschluss der acht Jahresbesten 2018 gewonnen hatte, war in London bereits in der Gruppenphase gescheitert.

Medwedew gelingt Meisterwerk

Wie hart umkämpft das Finale werden sollte, zeigte sogleich Thiems erstes Aufschlagspiel, das alleine zehn Minuten dauerte. Beide Spieler waren sofort auf Betriebstemperatur und verwickelten sich immer wieder in lange Ballwechsel, mit einem Doppelfehler schenkte Medwedew Thiem das erste Break zum 3:2. Den Vorteil gab der Österreicher nicht mehr her.

Auch im zweiten Satz agierten beide Spieler meist auf Augenhöhe, zeigten aber nur phasenweise hochklassiges Tennis. Medwedew kam zwar bei eigenem Aufschlag immer wieder in Schwierigkeiten, der Österreicher ließ gute Chancen zur Vorentscheidung aber fahrlässig liegen – und Medwedew bestrafte ihn im Tiebreak. Im Entscheidungssatz stand dann auf einmal Thiem mit dem Rücken zur Wand, bei 1:1 wehrte er gleich drei Breakbälle ab. Wenig später konnte er sich aber nicht mehr befreien, Medwedew wurde immer stärker und schnappte sich das Break zum 3:2. Der Moskauer zeigte keine Schwäche mehr und sicherte sich den Siegerscheck über rund 1,3 Millionen Euro.

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